Konzentration bei Kindern fördern: 6 spielerische Übungen für zu Hause
Die Hausaufgaben dauern ewig, weil dein Kind bei jedem Geräusch aufschaut, vom Stuhl rutscht und plötzlich ganz dringend etwas anderes machen muss. Konzentration ist für Kinder kein Schalter, den man umlegt – sie ist eine Fähigkeit, die wächst.
Die gute Nachricht: Du kannst die Konzentration bei Kindern fördern – spielerisch, ohne Druck und ohne Drill. Hier sind 6 Übungen, die Grundschulkindern helfen, ihren Fokus zu finden – und zu halten.
1. Erst wegräumen, was ablenkt
So geht’s: Bevor es losgeht, kommt alles vom Tisch, was nichts mit der Aufgabe zu tun hat – Spielzeug, Tablet, der angefangene Bastelkram. Wenn die Versuchung groß ist, wandert es in einen anderen Raum.
Warum es wirkt: Konzentration braucht Ruhe und wenig Reize. Das ordentliche Rotkehlchen im Buch macht es vor: erst den Platz frei räumen, dann loslegen.
2. Eine Sache nach der anderen
So geht’s: Nicht „mach die Hausaufgaben“, sondern „zuerst nur diese eine Aufgabe“. Eine Sache, ein Ziel, dann die nächste.
Warum es wirkt: Ein großer Berg lähmt, ein kleiner Schritt ist machbar. Kinder (und Erwachsene) konzentrieren sich viel besser, wenn sie nur eine Sache gleichzeitig im Kopf haben.
3. Der Konzentrations-Punkt
So geht’s: Dein Kind sucht sich einen kleinen Punkt an der Wand und schaut ihn ein paar Sekunden lang ruhig an, ohne zu blinzeln – so lange, wie es sich gut anfühlt.
Warum es wirkt: Diese kleine Übung von der fokussierten Eule beruhigt den Blick und das Gedankenkarussell – ein guter Start vor jeder Aufgabe, die Aufmerksamkeit braucht.
4. Das Finger-Kribbeln
So geht’s: Daumen und Zeigefinger ganz sanft aneinanderreiben, die Augen schließen und sich nur auf das feine Kribbeln konzentrieren.
Warum es wirkt: Während sich das Kind auf das Gefühl konzentriert, hört der Kopf auf, an alles andere zu denken. Die sinnliche Grille im Buch nutzt diesen Trick vor jedem großen Auftritt.
5. „Was ist mein nächster Gedanke?“
So geht’s: Dein Kind fragt sich in Gedanken: „Was wird wohl mein nächster Gedanke sein?“ – und wartet neugierig ab. Das ein paarmal wiederholen.
Warum es wirkt: Dieser kleine Trick vom gedankenvollen Waschbär schafft kurze Momente der Gedankenstille – und genau die braucht es, um sich neu zu sammeln.
6. Kurze Häppchen statt langer Marathon
So geht’s: Lieber 10–15 Minuten konzentriert, dann eine kurze Bewegungspause, dann weiter. Ein kleiner Timer hilft, und die Pause wird zur Belohnung.
Warum es wirkt: Die Konzentrationsspanne von Grundschulkindern ist kurz – das ist normal. Wer das respektiert statt dagegen anzukämpfen, kommt am Ende schneller und entspannter ans Ziel.
Konzentration bei Kindern spielerisch fördern
Rotkehlchen, Eule, Grille, Waschbär – in Emma & Max im Wald der achtsamen Tiere zeigt jedes Tier eine kleine Übung für mehr Ruhe und Fokus, eingebettet in eine Geschichte zum gemeinsamen Lesen.
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