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Geduld ist lernbar: Kindern das Warten leichter machen

„Wie lange noch?“ „Jetzt sofort!“ Geduld gehört nicht zur Grundausstattung eines Kindes – sie entwickelt sich erst nach und nach. Das Warten auf den Geburtstag, das Anstehen an der Rutsche, das Abwarten beim Gespräch: All das fällt Kindern im Grundschulalter schwer. Geduld lernen Kinder mit der Zeit, wenn wir ihnen das Warten in kleinen Portionen zeigen, statt es einzufordern.

Warum Warten so schwer ist

Der Teil des Gehirns, der für Impulskontrolle zuständig ist, reift bis weit ins Jugendalter. „Nicht warten können“ ist also keine Unart, sondern Entwicklung. Geduld wächst mit Übung – wie ein Muskel, in kleinen Schritten.

Geduld heißt nicht: einfach stillhalten

Auf der Farm der Freundschaft streicht Elli einem prachtvollen Kaltblüter über den Hals und bringt es auf den Punkt: Auf einem Bauernhof wächst nichts von allein. Man pflügt, sät, gießt, jätet Unkraut – und wartet. Geduld bedeutet nicht Nichtstun, sondern zu wissen, dass gute Dinge Zeit und Pflege brauchen. Genauso ist es mit Freundschaften.

Drei kleine Geduld-Übungen für den Alltag

  • Etwas Eigenes wachsen lassen: Kresse oder eine Bohne aussäen und täglich gemeinsam nachschauen.
  • Die Wartezeit füllen: beim Anstehen ein Suchspiel – „Wer findet zuerst etwas Rotes?“
  • Vorfreude benennen: „Noch dreimal schlafen.“ Ein greifbares Ziel macht das Warten leichter.

Wenn das Warten doch in Frust kippt, nimm das Gefühl zuerst ernst. Was im aufgewühlten Moment hilft, liest du in Wutanfall beim Kind.

Gemeinsam lesen, gemeinsam wachsen. Der geduldige Kaltblüter ist eine von 26 Tier-Geschichten in Emma & Max auf der Farm der Freundschaft – zum gemeinsamen Lesen und Erleben.

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